Schockanruf – was tun? Soforthilfe in 5 Schritten
Zuletzt aktualisiert: Juni 2026 · Lesezeit ca. 5 Minuten
Sie haben gerade einen Schockanruf erhalten oder vermuten einen? Bleiben Sie ruhig und gehen Sie diese fünf Schritte durch. Weiter unten finden Sie außerdem, was zu tun ist, wenn bereits Geld geflossen ist.
- Auflegen. Beenden Sie das Gespräch sofort – Sie müssen nicht zuhören und nicht höflich bleiben. Die Täter halten Sie absichtlich in der Leitung; das Auflegen durchbricht den Druck.
- Selbst zurückrufen. Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen über dessen echte, Ihnen bekannte Nummer an. So entlarven Sie die Masche in Sekunden. Erreichen Sie die Person nicht, fragen Sie bei anderen Familienmitgliedern nach.
- Kein Geld, keine Wertsachen. Übergeben oder überweisen Sie nichts. Echte Polizei, Gerichte und Banken fordern niemals Bargeld oder Wertsachen am Telefon.
- Polizei informieren. Wählen Sie den Notruf 110 – auch bei bloßem Verdacht. Läuft die Geldübergabe noch, kann die Polizei eingreifen.
- Beweise sichern. Notieren Sie Rufnummer, Uhrzeit und was gesagt wurde. Das hilft bei der Anzeige und warnt andere.
Schon Geld übergeben oder überwiesen?
Dann zählt jede Minute:
- Sofort die Bank kontaktieren und Überweisungen wenn möglich stoppen lassen (Notfall-/Sperr-Hotline).
- Anzeige bei der Polizei (110) erstatten.
- Beweise sichern (siehe Checkliste unten).
Schämen Sie sich nicht – diese Täter täuschen selbst vorsichtige Menschen. Schnelles Handeln ist jetzt das Wichtigste.
Checkliste: Diese Daten braucht die Polizei
- Angezeigte Rufnummer des Anrufers
- Datum und Uhrzeit des Anrufs
- Gesprächsinhalt (wer hat was gesagt, welche Geschichte)
- Vereinbarter Übergabeort bzw. Empfänger-Kontodaten
- Falls Übergabe: Aussehen des Abholers, Fahrzeug, Kennzeichen
Wie es danach weitergeht
Ein Schockanruf kann belastend sein – auch wenn kein Geld geflossen ist. Sprechen Sie mit einer Vertrauensperson darüber. Bei anhaltender Belastung bieten Opferschutzorganisationen wie der Weiße Ring kostenlose Unterstützung. Wichtig ist auch, das Erlebte in der Familie zu teilen: So sind alle gewarnt und können sich besser vorbereiten.
So beugen Sie künftig vor
- Ein Familienkennwort vereinbaren.
- Die feste Regel: „Bei Geld am Telefon immer zuerst zurückrufen."
- Den ausführlichen Schockanruf-Ratgeber lesen und mit Angehörigen besprechen.
- Eine technische Schutzebene einrichten, die im Ernstfall die Familie alarmiert.
Bevor es so weit kommt
Circura Wächter erkennt Schockanrufe in Echtzeit und alarmiert die Familie sofort – damit im entscheidenden Moment jemand mit klarem Kopf eingreift.
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- Ich habe schon Geld übergeben – was jetzt?
- Sofort die Bank kontaktieren und Überweisungen stoppen lassen, umgehend Anzeige bei der Polizei (110) erstatten und Beweise sichern.
- Soll ich die Polizei auch bei bloßem Verdacht rufen?
- Ja. Wählen Sie 110 – die Polizei nimmt Verdachtsfälle ernst und kann andere warnen.
- Wie beruhige ich mich nach einem Schockanruf?
- Mit einer Vertrauensperson sprechen, sich keine Vorwürfe machen; bei Bedarf hilft der Weiße Ring.
- Welche Daten braucht die Anzeige?
- Rufnummer, Datum/Uhrzeit, Gesprächsinhalt, Übergabeort bzw. Empfängerkonto und ggf. das Aussehen des Abholers.
Offizielle Quellen & Hilfe
- polizei-beratung.de – Polizeiliche Kriminalprävention
- bka.de – Bundeskriminalamt
- weisser-ring.de – Opferhilfe